Erster Runder Tisch zum Thema Grillen stimmt optimistisch

Veröffentlicht am 06.06.2018 in Kommunalpolitik

Auf Einladung der Jusos Witten fand am Montag, 4.6., der erste Runde Tisch zum Thema „Grillen in Witten“ statt. Ziel der Teilnehmenden war es, gemeinsam nach Lösungen für öffentliche Grillmöglichkeiten auf Wittener Stadtgebiet zu suchen. Denn für alle war klar: Der Status Quo ist nur noch schwer tragbar. Denn trotz Verbot, wodurch kulturelle Begegnungen verhindert werden und Wittenerinnen und Wittener ohne Garten nicht grillen können, treffen sich trotzdem Menschen zum Würstchen brutzeln. Gleichzeitig riskieren sie ein Verwarnungs- oder Bußgeld. „Mitunter klettern Leute bei uns sogar über die Zäune und grillen in den Wassergewinnungsanlagen. Dann muss auch mal ein Wachdienst einschreiten“, sagte etwa Thomas Lindner, Unternehmenskommunikation der Stadtwerke Witten. Die Stadtwerke könnten sich daher zur Entlastung geschützter Flächen eine Art Ventillösung in Form von öffentlichen Grillflächen vorstellen – ein Ansatz, den alle Diskussionsteilnehmer teilten. Auf solchen Grillflächen sollen Bürgerinnen und Bürger mit eigenem Grill legal ihr Steak zubereiten. „Dadurch lässt sich der Müll dort bündeln und gleichzeitig werden andere Flächen entlastet“, so die Jusos.

Größtes Problem ist die Müllentsorgung

Das Müllproblem dürfte letztlich eine der entscheidenden Fragen sein. „Aber auch eine Toilettenmöglichkeit müsste geschaffen werden – etwa ein Dixiklo“, so Thomas Strauch von der Wittener Wabe. Schon seit Längerem sucht auch die Freizeitgesellschaft Metropole Ruhr, die das Heveney betreibt und für den Kemnader See zuständig ist, nach Lösungen. „In allen Revierparks und auch am See gibt es immer wieder Probleme. Wir suchen daher auch nach Lösungsmöglichkeiten, um die derzeitige Situation zu entschärfen“, sagte Dustin Tittgen von der Freizeitgesellschaft Metropole Ruhr.

 

Kontrolle möglicherweise durch Grill-Ranger oder Quartiersmanager

In der Diskussion beim Runden Tisch zeigten sich alle Beteiligten gewillt, eine gute Lösung zu finden. „Es läuft wohl auf eine erste Testfläche hinaus. Dort ließen sich die Probleme genauer beobachten und weitere Lösungen finden“, resümierte Philip Raillon, Wittener Juso-Vorsitzender. Aus Sicht der Kooperationspartner soll die Kontrolle vor allem sozialer Natur sein. Auch eine Art „Grill-Ranger“ wäre denkbar. „Vielleicht ließe sich das aber auch mit Hilfe von Quartiersmanagern bewerkstelligen, die die Gruppen vor Ort kennen und gezielt auf Missstände hinweisen können“, so Uwe Rath, SPD-Fraktionsvorsitzender, am Montagabend. Die Wege zum Ziel scheinen noch vielfältig. In den nächsten Wochen wollen sich die Jusos konkret einige der in Frage kommenden Flächen anschauen – etwa entlang der Ruhr, am Hohenstein oder auch im Stadtpark. Bei einem weiteren Treffen in vier bis sechs Wochen soll es dann schon konkreter werden. Alle Beteiligten zeigten sich bereit, auch weiterhin konstruktiv an dem Projekt mitzuarbeiten.

 

Grillfläche dort, wo ohnehin gegrillt wird

Klar ist: Es sollen letztlich Orte sein, an denen die Leute ohnehin schon grillen. „Uns geht es um die Legalisierung“, so Anna Krawietz von den Jusos. Ein gutes Beispiel könnten dabei Städte wie Dortmund oder Bochum sein. Zwar gibt es auch dort immer wieder Probleme mit Müll und Lärm, allerdings haben die Städte Lösungen gefunden, um das öffentliche Grillen kostenlos zu ermöglichen. Profitieren könnten am Ende alle: Die Attraktivität der Stadt, die Grillenden und auch die interkulturelle Kommunikation – denn Grillflächen im Grünen sind auch Begegnungsorte.

 
 

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