Jusos Witten fordern weiter Grillmöglichkeit im Wittener Grün

Veröffentlicht am 24.04.2018 in Kommunalpolitik

Müll sammelten die Jusos bereits 2015. Dieser Müll könnte durch Grillflächen stärker auf einen Ort konzentriert werden.

Jugendorganisation wartete zwei Jahre auf Verwaltungsantwort zu kostenlosen Grillflächen. Mit dem Schreiben der Stadt Witten geben sie sich nicht zufrieden.

 

Schon seit Ende 2015 fordern die Jusos Witten eine kostenlose und legale Grillmöglichkeit in Witten, eine sogenannte „Grillfläche“. „Egal, ob weit oder fern – an vielen Orten können Menschen kostenlos und mit eigenem Grill grillen“, sagt Juso-Vorsitzender Philip Raillon. „Das wollen wir auch für Witten!“ Nach einem Prüfauftrag der SPD-Fraktion an die Verwaltung, den der ASU im Januar 2016 beschlossen hat, und einer erneuten SPD-Anfrage im Dezember 2016, kam nun auf letztere endlich eine Antwort der Verwaltung – allerdings nur nach erneutem Nachhaken. Der Prüfauftrag bleibt auch nach über zwei Jahren weiter unbeantwortet.

Grillfläche ist kein Grillplatz

In dieser Antwort geht die Verwaltung nur in aller Kürze auf die aufgeworfenen Fragen ein. „Wir haben so lange gewartet und sind nun enttäuscht von den spärlichen Antworten“, so Maximilian Locher, stellvertretender Juso-Vorsitzender. Auch stimmt die Antwort die Jusos kaum optimistisch, was den noch offenen Prüfauftrag angeht. Besonders bemerkenswert: Die Verwaltung scheint den Unterschied zwischen kostenpflichtigen Grillplätzen, die es nach deren Schließung im Dezember 2015 ebenfalls zu prüfen galt, und den von den Jusos aufgeworfenen kostenlosen Grillflächen, nicht zu berücksichtigen.

 

Grillen legalisieren, Müll zentralisieren

Die Idee für die Grillflächen ist dabei denkbar simpel: Eine klar definierte Fläche würde als Grillfläche ausgewiesen. Damit wäre dort ein Grillen legal möglich und nicht – wie sonst auf Wittener Stadtgebiet – strikt verboten. Der Vorteil: Die Menschen würden nicht riskieren, dass sie ein Bußgeld zahlen müssen und es würde weniger wildgegrillt. „Damit wäre auch der Müll konzentriert an einem Ort und nicht – wie bislang – überall in den Ruhrwiesen verteilt“, erklärt Juso-Beisitzer Christopher Fahsold. Dabei benötigen die Grillflächen kaum Infrastruktur. „Eigentlich muss nur regelmäßig jemand den Müll abholen. Den Grill bringt jeder selbst mit“, sagt Anne Bleckmann. Und auch für die Müllentsorgung haben die Jusos schon eine Lösung: „Um Kosten zu vermeiden, sollte die Stadt auch Gespräche mit externen Partnern führen“, so Ratsmitglied Robert Beckmann – Gespräche, die die Jusos 2015 schon geführt hatten. In der jüngsten Verwaltungsantwort heißt es dazu nur: ‚Eventuell könnten sich durch Zusammenarbeit mit Dritten Grillmöglichkeiten realisieren lassen. Sollten sich konkrete Vorstellungen ergeben, wird die Verwaltung zeitnah berichten.‘ Dazu Philip Raillon: „Es drängt sich die Frage auf, was die Verwaltung eigentlich seit zwei Jahren mit dem Prüfauftrag macht – und das, obwohl es ja einen klaren politischer Auftrag dazu gibt.“

 

Eine Frage der sozialen Gerechtigkeit

Für die Jusos Witten wäre eine solche Grillfläche eine echte Bereicherung für die Stadt und vor allem auch eine Frage der sozialen Gerechtigkeit: Gerade Menschen ohne eigenen Garten leiden unter der derzeitigen Situation. Für sie ist Grillen im Freien in Witten eine Sache der Unmöglichkeit oder der Illegalität. Davon sind vor allem Jugendliche, Studierende und junge Familien „Alle reden immer davon, Witten trotz hoher Grundsteuer und klammem Haushalt, attraktiv zu machen – aber dann bleiben solche Ideen und Initiativen unbeachtet“, zeigt sich Juso-Mitglied und Schülerin Anna Krawitz enttäuscht. Trotzdem bleiben die Jusos optimistisch und nehmen das Heft nun selbst in die Hand: Für Juni wollen sie zu einem runden Tischen einladen und so verschiedene Akteure zusammenbringen – darunter Politik, Verwaltung und mögliche Kooperationspartner.

 
 

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