Wir brachten den Stein ins Rollen: Witten feiert 2018 den IDAHOT-Tag

Veröffentlicht am 04.12.2017 in Jusos

„Homosexualität ist Geisteskrankheit“ – bis zum 17. Mai 1990 stand diese Definition im Katalog psychischer Störungen der Weltgesundheitsorganisation. Die Abschaffung solcher Absurditäten war ein langer Kampf, heute scheint uns das selbstverständlich.

Leider ist es das nicht. Nach wie vor wird Transsexualität in genau jenem Katalog, als ärztlich zu behandelnde Störung geführt. Um solche Missstände zu benennen und Errungenschaften im Kampf gegen sie zu feiern, wurde der Internationale Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie (IDAHOT) geschaffen. Er findet jedes Jahr am 17.05. statt, auch zur Erinnerung an die deutsche Strafverfolgung von Homosexuellen nach §175 StGB.

Uns Jusos ist es ein Anliegen, dass 2018 am IDAHOT-Tag in Witten auf dieses wichtige Thema aufmerksam gemacht wird. Was als kleine Initiative unsererseits begann, hat sich zu einem erfreulich großen Projekt entwickelt: Anfangs und bereits im Frühjahr 2017 fragten wir nur nach dem Hissen der Regenbogen-Fahne am Rathaus. Wir wollten ein Symbol für Toleranz und die Unterstützung der Rechte von Menschen mit ganz unterschiedlichen Sexualitäten setzen. Das erwies sich als unerwartet schwierig. Es mussten neue Ideen her. Wir wandten uns daher an andere städtische Institutionen, besonders an das Kulturforum Witten.

Hier rannten wir offene Türen ein. Dank der Kreativität und des Engagements aller Beteiligten ist der IDAHOT-Tag 2018 zu einem Projekt geworden, das größer ist, als wir es uns je wünschen konnten – eine Witten-weite offene Themenwoche, die sich mit Homophobie, Transphobie und Biphobie an verschiedenen Orten der Stadt auseinandersetzt.

Wir Jusos sind selbstverständlich mit dabei. Ein politischer Abend zum Thema ist in Planung, ebenso wie weitere Konzepte. Wer also noch Projektideen hat, ist herzlich eingeladen. Je mehr mitmachen, desto stärker die Wirkung. Daher rufen wir allen Wittener Institutionen und Köpfe zu: Wirkt mit! Tragt mit eigenen Veranstaltungen, Initiativen und Eurem Engagement dazu bei, eine Woche der Toleranz zu etablieren, die auch über 2018 hinaus Bestand hat.

 
 

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