28.11.2016 in Allgemein

JHV 2016: Zwanzig aktive Mitglieder gegen Populismus

 
Ein Teil unserer Mitglieder bei der JHV 2016

 

Es galt auf ein erfolgreiches Jahr Juso-Arbeit zurückzublicken: Politische Abende, Aktionen gegen Rechtspopulismus und –extremismus oder Anträge zu lokal- und bundespolitischen Themen. Das Resümee der Jusos Witten zum vergangenen Jahres war durchweg positiv. Und genau daran möchte der neu- und teils wiedergewählte Vorstand in den kommenden Monaten anknüpfen: Die Jusos Witten wollen sich auch im nächsten Jahr wieder für ein starkes Witten in einem starken Europa einsetzen und gemeinsam gegen Politikverdrossenheit und Populismus kämpfen.

 

 

02.04.2016 in Allgemein

Zum Tode von Hans-Dietrich Genscher - von Philip Raillon

 

Zum Tode von Hans-Dietrich Genscher:
"Es sind bewegende Momente, die einen mit einer leichten Gänsehaut zurücklassen: Schöne Urlaubserlebnisse, glückliche Familienfeiern, besondere Erfolge - und ganz selten auch politische Ereignisse.

Ein solcher Moment fand vor 27 Jahren auf dem Gelände der deutschen Botschaft in Prag statt. Immer, wenn ich die Videosequenz von Genschers Rede auf dem Balkon sehe und er sagt 'Wir sind zu Ihnen gekommen, um Ihnen mitzuteilen, dass heute Ihre Ausreise...' und die Menschen im Botschaftsgarten in Jubel ausbrechen. Immer dann, bekomme ich eine Gänsehaut - ganz egal, wie oft ich die Bilder schon gesehen habe.

Heute ist Hans-Dietrich Genscher im Alter von 89 Jahren verstorben. Unser Land verliert damit einen weiteren großen Politiker, der die deutsche und europäische Einheit wesentlich mitgeprägt hat. Doch nicht nur das. Es sind auch Politiker und Menschen wie Genscher, die Politik attraktiv machen, die die Bevölkerung ansprechen und mitnehmen und zu denen man gerne und respektvoll aufguckt - und zwar nicht nur wenn sie auf einem Balkon in Prag stehen.
Es sind unteranderem diese Politiker und ihre Handlungen und Worte, die uns die Motivation für unser eigenes politisches Engagement geben. Die uns die Motivation geben, uns weiterhin für soziale Gerechtigkeit, Freiheit und Frieden einzusetzen. Die uns zeigen, weshalb es wichtig ist, weiterhin für ein gemeinsames Europa einzustehen.

Als ein solcher Politiker wird Hans-Dietrich Genscher auch uns junger Generation, die ihn in seiner aktiven Zeit nicht mehr miterlebt hat, noch lange in Erinnerung bleiben. Deutschland und Europa haben zu danken!"
von Philip Raillon

 

13.01.2016 in Allgemein

Juso in Berlin

 

### Benni's Berlin Bericht ###
Hinter unserem Juso-Mitglied Benni liegt der zweite Praktikumstag. Gestern stand unter anderem die Vorbereitung der heutigen Sitzung des Ausschusses für Arbeit und Soziales auf dem Programm - dazu besuchte Benni die zuständige Arbeitsgruppe der SPD-Fraktion. "Dann bin ich rauf zur Fraktionssitzung gegangen und habe Oppermann und Kauder bei den Statements zugeschaut", sagt Benni am Telefon. Aufregung? Keine Spur bei dem 16-Jährigen!
Außerdem nutzte er die Stunden im Reichtstag, um das Gebäude ein wenig zu erkunden. Spannend dürfte es vor allem heute werden: Die Ausschusssitzung steht an. Wie sich Benni heute zwischen den Bundespolitikern schlägt, erfahrt ihr dann im Laufe des Tages :)

 

11.01.2016 in Allgemein

Juso in Berlin

 

### Benni's Berlin Bericht ###
Unser jüngstes Mitglied, Benedict Malz (16), hatte heute seinen ersten Tag in Berlin. Benni macht für zwei Wochen ein Praktikum im Bundestag. Der Ruhr-Gymnasiast freut sich auf zehn aufschlussreiche Tage. "Ich bin gespannt, die Abläufe und den Alltag hier kennenzulernen", sagt er.
Auf unserer Facebook-Seite begleiten wir Benni die nächsten zwei Wochen. Mal schauen, was er so erlebt... :)

 

13.12.2015 in Allgemein

Ein europäisches Versprechen - Beitrag zur Jazzblog-Blogparade

 

Europa - und damit der Zusammenschluss mehrerer Nationen - ist vor allem die Antwort auf die kriegerischen Auseinandersetzungen des 18./19. Jahrhunderts. Diese Konflikte waren maßgeblich geprägt von nationalstaatlichen Egoismen und hatten darin auch wesentlich ihren Ursprung.

Die Werte Europas liegen genau in dieser Überwindung von Grenzen.

 

28.11.2015 in Allgemein

Helfen ist kein Wettbewerb - Erklärung der Jusos zur Arbeit mit Geflüchteten

 

Menschen, die schutzsuchend in unser Land kommen, verdienen unser Engagement und unsere größtmögliche Anstrengung, sie auf ihrem Weg durch das Asylverfahren menschenwürdig unterzubringen und zu versorgen.

 

28.11.2015 in Allgemein

Braucht Politik noch Parteien? Keine eindeutige Antwort, aber eine rege Debatte - Ein Rückblick

 

Unter der Fragestellung „Braucht Politik noch Parteien? Neue Wege der politischen Partizipation." hatten die Jusos Witten politikinteressierte Menschen in Witten am vergangen Mittwoch ins Café Jane an der Bahnhofstraße eingeladen, zu Gast war außerdem Patrick Schiffer - Landesvorsitzender der Piraten NRW.

Eine kleine Verspätung unseres Gastes gab den Anwesenden Zeit für eine erste Vorstellungsrunde. Es sollten vorallem junge Menschen angesprochen werden, was auch geglückt ist - zudem fanden sich einige Piraten und auch interessierte Bürger jeden anderen Alters ein, um miteinander Ideen und Meinungen zum Thema auszutauschen. Eine entsprechend schöne Atmopshäre ergab sich zu Bier, Wein und Waffeln. Besonders überraschend - die breite Spanne von Fragestellungen, Ideen und Anregungen zu der Frage, wie sich die Bürger Wittens (Kommunal-) Politik vorstellen. Um Inhalte soll es den Vertretern gehen - und Teilhabe braucht neue Wege, das war beinah einhelliger Konsens. Zu medialer Teilhabe konnten uns die Piraten in der Runde einiges eröffnen. Es ergaben sich in der facettenreichen Diskussion zudem neue Überschriften, die uns für die nächsten Ausgaben des Poltischen Abends zur Verfügung stehen - jetzt müssen wir uns nur noch entscheiden - und laden schon euch jetzt ein, den 09.03.16, 19 Uhr festzuhalten. Details folgen!     

 

09.11.2015 in Allgemein

Erinnern und Gedenken - Gedanken zum 9. November

 

In der Nacht zum 10. November 1938 wurde in Witten die 1885 errichtete Synagoge von Nationalsozialisten niedergebrannt.

Der Anschlag war kein Zufall – schon länger hatte Hitler auf eine Gelegenheit gehofft die Stimmung an der Parteibasis in unverhohlene Gewalt gegenüber jüdische Mitmenschen dirigieren zu können. Als am 2. November ein siebzehnjähriger polnischer Jude in der deutschen Botschaft in Paris aus Rache für die Vertreibung seiner Familie auf den Diplomaten Rath schießt, ist der ersehnte Vorwand gekommen. Rath stirbt am 9. November an den Folgeverletzungen des Attentas. Während Hitler sich aus der Öffentlichkeit zurückzieht, tritt Josef Goebbels in Erscheinung. Er spricht am 9. November gegen 22 Uhr vor versammelten SS- und SA-Kommandeuren und Gauleitern zum Rath-Attentat und stellt dabei unmissverständlich klar, dass man organisierte Übergriffe gegen jüdische Einrichtungen nicht nur dulden, sondern sogar begrüßen würde. Die Nachrichtenweitergabe in die niederen Dienststellen funktioniert ab 22.30, es ist kurz nach 23 Uhr als die Synagoge in Witten in Flammen steht. Bereits am Vortag hatte es vereinzelt Übergriffe auf jüdische Einrichtungen in ganz Deutschland gegeben, in der Nacht vom 9. auf den 10. November eskaliert die Situation unter staatlicher Lenkung.

In Witten brennt die Synagoge komplett aus, Augenzeugen berichten später die Feuerwehr habe die Flammen tatenlos gewähren lassen. Zahlreiche Wohn- und Geschäftshäuser werden verwüstet oder angezündet.

Wittener Geschichten, die mit tausenden anderen Verbrechen jener Nacht als „Novemberprogrome“ in die Geschichtsbücher eingingen.

Diese Geschichten aus den Geschichtsbüchern in unser Erinnern zu holen, darum bemüht sich auch die traditionell am 9. November stattfindende Gedenkveranstaltung. Dort wo die Synagoge bis zu ihrer Zerstörung gestanden hat, am Mahnmal Breite Straße/Ecke Synagogenstraße, legten heute Wittener Bürger, darunter viele junge Menschen, einen Kranz im Gedenken an die Zerstörung der Synagoge und die Opfer des Nationalsozialismus nieder.

 

27.07.2015 in Allgemein

Hilfe gebraucht: Erstaufnahmeeinrichtung für asylsuchende Flüchtlinge

 

Von der Website des Deutschen Roten Kreuzes, Witten "Am 22.07.2015 wurde „Hand-in Hand“ in Witten eine Erstaufnahmeeinrichtung für asylsuchende Flüchtlinge eingerichtet. Spontan haben sich viele Wittenerinnen und Wittener bereit erklärt, dabei zu sein und gemeinsam aktiv zu helfen: Witten engagiert sich – Hand in Hand für Menschen in Not."

Wer Helfen kann, und das ist unsere menschliche Pflicht, kann sich bitte hier melden: http://www.drk-witten.de/was-wir-tun/fluechtlingshilfe.html

Wir danken schon jetzt für jedes helfende Engagement! Wir müssen mit Hilfe antworten, wo andere beschimpfen und aggressiv Stimmung machen!

 

01.07.2015 in Allgemein

Jusos Witten für mehr Sicherheit

 

Jusos Witten reagieren mit ironischem Antrag auf die jüngsten Entwicklungen in der Bundespolitik.

„Die Jusos Witten fordern die SPD dazu auf ihre drei Grundbegriffe in Zukunft nicht mehr mit „Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität“, sondern nur noch mit „Sicherheit, Gerechtigkeit und Solidarität“ zu benennen.“ So lautet der Text eines Antrags, den die Jusos Witten in der letzten Woche mehrheitlich beschlossen.

„Natürlich ist das nicht ganz ernst gemeint. Das Traurige ist aber, dass er fast Sinn macht“, sagt Juso-Vorsitzender Philip Raillon. Die Jusos hoffen mit dem Antrag, der vor allem an höhere Gliederungen gerichtet ist, die Partei wachzurütteln. Bundespolitische Projekte wie die Vorratsdatenspeicherung sehen sie nicht ganz unkritisch. „Freiheit ist nicht umsonst einer der drei sozialdemokratischen Kernbegriffe“, so Raillon.

An den Grundbegriffen müsse sich sozialdemokratische Politik orientieren. „Momentan scheint sich die Bundespolitik aber eher nach der Union zu orientieren“, erklärt Johannes Bungenstab, auf den der Antrag zurückgeht. Mit dem tief ironischen Antrag möchten die Jusos daher neue Wege gehen. Darüberhinaus möchte der Wittener Nachwuchsverband das Augenmerk auf den innerparteilichen Umgang legen: Elf SPD Landesverbände hatten sich vor dem Parteikonvent am 20.06.2015 gegen die Vorratsdatenspeicherung gestellt. Der Antrag wurde auf Druck der Parteispitze dann doch beschlossen.

„Ziel ist es die Entscheidungsträger mit ihren eigenen Werten zu konfrontieren“ sagt Jennifer Grafe (Mitglied des Vorstandes). „Jeder wird den Antrag erst mal blöd finden, aber dann merken, dass er momentan Sicherheit über Freiheit stellt.“ Die Jusos hoffen, dass ihr Plan aufgeht und ein Umdenken einsetzt. Freiheit ist den Jung-Politikern ein hoher Wert.

 

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